JET News
Klotener Anzeiger | 13. November 2025
Schweizer Bauer | 7. November 2025
NZZ Bellevue | 21. August 2025
Gault & Millau | 7. März 2025
essen & trinken | Ausgabe Januar 2025
Falstaff | 11. April 2024
Vinetiq | 30. März 2024
The artist’s Voice | 27th march 2024
TeleZüri | 8. März 2024
annabelle | 27. Juli 2023
Biodynamie ist kein Zustand, sondern ein Prozess. In den JET News nehmen wir dich mit hinter die Kulissen von JET Wein. Wir teilen ehrliche Geschichten aus dem Weinberg, geben tiefere Einblicke in unsere Philosophie und halten dich über Medienberichte und neue Entdeckungen auf dem Laufenden.
Hier liest du nicht nur Nachrichten – du erlebst die Evolution unserer Weine mit.
Vom Tourismus zum Terroir
Schweizer Bauer
von Angela Bernetta | 7. November 2025
Fotos: JET Wein
Einst machte er Karriere im Schweizer Tourismus, heute keltert er biodynamische Weine: Jonas Ettlin führt gemeinsam mit seinem Bruder das Weingut JET in Uetikon am See und Kloten – und bringt frischen Wind in die Zürcher Weinlandschaft.
Jonas Ettlin ist nicht nur Önologe, Unternehmer, sondern auch Weinautor. Seit 2023 bewirtschaftet er zusammen mit seinem Bruder Elias das biodynamisch zertifizierte Weingut JET in Uetikon am See und Kloten. Bevor er sich ganz dem Wein verschrieb, machte der heute 45-Jährige Karriere bei Schweiz Tourismus. Doch irgendwann erinnerte er sich an seine ursprüngliche Leidenschaft: die Landwirtschaft. Schon in seiner Jugend hatte Ettlin mit dem Gedanken gespielt, Önologie zu studieren. Nach dem Gymnasium scheiterte das zunächst am fehlenden Angebot – erst Jahre später, auf einer Reise durch die Westschweiz, schrieb er sich an der Fachhochschule Changins in Nyon ein.
«Ich wollte Wein nicht nur trinken – sondern von A bis Z selbst herstellen.»
sagt er rückblickend.
Quereinstieg mit eigener Handschrift
Ettlins Einstieg in die Branche war unkonventionell: Bevor er ein Weingut betrieb, kaufte er Trauben, vinifizierte sie – und testete so den Markt. «Gleichzeitig wollte ich die Geschichten erzählen, die beim Wein machen entstehen.» So entstand die Idee des Weinautors.
Erst danach pachtete er 2,3 Hektaren vom Weingut Martin Schnorf in Uetikon. Später kamen Lagen in Kloten hinzu. Heute bewirtschaftet er rund 3,5 Hektaren Rebflächen. Sein Ansatz: keine Schönung, keine Filtration, spontane Gärung, minimale Eingriffe im Keller.
«Ich kann keine bessere Komplexität erzeugen als die Natur selbst.»
Sein Erfolg gibt ihm recht – seine Weine finden Platz in der Spitzengastronomie. Internationale Aufmerksamkeit erhielt das Weingut JET kürzlich an der Vinexpo Paris – mit Naturweinen, die dennoch ein klassisches Aromaprofil zeigen.
Biodynamik als gelebte Philosophie
Für Jonas Ettlin ist biodynamischer Weinbau gelebter Alltag:
«Man lebt viel enger mit der Witterung. Jeden Tag muss ich neu planen und entscheiden.»
Seine Rebstöcke betrachtet er als Individuen, Biodiversität ist für ihn zentral. Ein grosser Teil seiner Flächen sind Q2-zertifiziert – mit hoher ökologischer Wertigkeit. Besonders stolz ist er darauf, dass er das Gegenteil bewiesen hat von dem, was viele glaubten: Biologischer Anbau sei am Zürichsee wegen des feuchten Klimas nicht möglich. Sein Grundsatz:
«Man muss die Pflanze stärken, nicht nur Krankheiten bekämpfen.»
Auch externes Fachwissen fliesst in seine Arbeit ein: 2024 analysierten die renommierten Bodenexperten Claude und Lydia Bourguignon seine Lagen. «Das hat mir die Augen geöffnet – wir wissen erstaunlich wenig über unsere Böden.» Diese Erkenntnisse inspirieren auch neue Projekte, etwa oberhalb von Uetikon.
Mit Kräutertees und Bauchgefühl zur Rekordernte
Klotener Anzeiger
von Daniel Jaggi | 13. November 2025
Fotos: JET Wein
Wümmet Mit Kräutertee zur Rekordernte
Am Äntschberg in Kloten setzen die Gebrüder Elias und Jonas Ettlin (mit Flasche) auf biodynamischen Weinbau – und werden schon im ersten Demeter-Jahr mit einer Rekordernte belohnt. Statt auf Technik vertrauen die Brüder auf die Kraft von Kräutertees, der Natur und ihr Gespür für den richtigen Moment zur Wümmet
«Wir werden der Klotener Bevölkerung zeigen, dass man auf diesem Flecken richtig hochklassigen Wein machen kann», sagte Jonas Ettlin vor drei Jahren, als JET Wein den ein Hektare grossen Rebberg am Äntschberg übernahm. Der Önologe produziert zusammen mit seinem Bruder Elias in Uetikon am Zürichsee auf dem zwei Hektaren «kleinen» Weingut JET hochwertige Weine für die Spitzengastronomie aus ganz Europa. Damals, vor drei Jahren, ergänzte er noch: «Hochklassigen Wein zu machen, ist immer möglich, wenn man die Charakteristik anpasst.»
Das hat Ettlin in der Zwischenzeit getan: Wurde im Äntschberg anfänglich noch nach Bio-Richtlinien angebaut, so hat man dieses Jahr einen Schritt vorwärts getan und pflegt die roten und weissen Trauben neu nach den noch strengeren biologisch-dynamischen Vorgaben. Und dank ausgewogenem Wetter konnte der Önologe bereits im ersten Demeter-Jahr eine Rekordmenge an Trauben einbringen. «Eine super Ernte, sicher doppelt so viel wie im letzten Jahr», schätzt Ettlin, schränkt aber gleichzeitig ein, dass das letzte Jahr wettermässig sehr herausfordernd war.
Bühne frei für aufstrebende Schweizer Weingüter
Bellevue NZZ
von Peter Keller | 21. August 2025
Das Weinfestival Planscher in Zürich ermöglicht Schweizer Weingütern, sich einem interessierten Publikum zu präsentieren. Von drei neuen Namen habe ich je einen gelungenen Wein ausgewählt.
«Entdecke die kunterbunte Schweizer Weinwelt hautnah»: So lautet das Motto des von Wein-Enthusiasten gegründeten Weinfestivals Planscher, das in diesem Jahr am 28. und 29. August in Zürich stattfindet. Die Veranstaltung bietet 18 einheimischen Betrieben eine Bühne, damit sie sich mit ihren Tropfen präsentieren können. Es ist ein Mix von etablierten Gütern und Newcomern, die es künftig zu beachten gilt.
[…]
Jet-Wein in Uetikon am See
Hinter dem Weingut steht Jonas Ettlin, der am Zürichsee biodynamische Gewächse mit nach eigener Einschätzung Tiefe und Persönlichkeit keltert. Besonders aufgefallen ist der Sauvignon blanc Fumé 2023.
Er glänzt mit seiner aromatischen Intensität und Vielfalt, ohne zu «laut» zu werden. Im Gaumen ist der strukturierte Weisswein mit einer guten Säure ausgestattet. Das Holz (Ausbau während knapp vier Monaten in gebrauchten Barriques) wirkt fein und gut integriert. Langer Nachhall. Ein komplexer Sauvignon blanc, der nach Speisen verlangt.
Das Weingut Jet besitzt Rebberge vor allem am Zürichsee.
JET hat bald seinen eigenen Weinakademiker
In eigener Sache
von Elias Ettlin| 1. April 2025
Fotos: JET Wein
“Ich freue mich riesig: Ich habe das Stipendium für die Ausbildung zum Weinakademiker von Österreich Wein Marketing GmbH - Austrian Wine Marketing Board erhalten!
Im Rahmen dieser Weiterbildung werde ich mich vertieft mit dem Potenzial von Alpine Wine in den Nordic Countries auseinandersetzen – ein Thema, das mich seit Langem begeistert und vielversprechende Perspektiven für meine Tätigkeit als Partner bei JET Wein bietet.
Die feierliche Übergabe erfolgte durch Josef Schuller, den ersten non-British Chairman des Institute of Masters of Wine (IMW) und Gründer der Weinakademie – eine besondere Ehre!
Danke für das Vertrauen – ich bin voller Vorfreude auf die kommenden Etappen dieser Reise.”Elias Ettlin, Partner von JET
Igniv, Zürich: Bühne für Jonas Ettlins Weine
von Daniel Böniger | 7. März 2025
Fotos: Lukas Lienhard
Harmonie pur. Ein perfektes «Wine Pairing»? Davon sprechen Geniesser in der Regel, wenn der Tropfen im Glas und das Essen auf dem Teller ausgesprochen gut miteinander harmonieren. Man könnte von einem perfekten «Wine Pairing» auch dann sprechen, wenn ein Winzer und ein Restaurant optimal zusammenpassen: Das ist der Fall beim Zürcher Bio-Winzer Jonas Ettlin und dem Team vom Restaurant Igniv, also Gastgeberin Ines Triebenbacher und Küchenchef Daniel Zeindlhofer. Grosses Bild oben: Jonas Ettlin, Daniel Zeindlhofer, Ines Triebenbacher.
GESUCHT: GELUNGENE PAARUNGEN. An diesem Dienstagmorgen betritt Jonas Ettlin, keck mit Schiebermütze, das Restaurant. Er hat einige seiner aktuellen Weine mitgebracht, die er seit nunmehr zwei Jahren in Uetikon am Zürichsee unter dem Label «JET» keltert. Die Idee des Treffens? Zu sehen, welche Tropfen am besten mit den derzeitigen «Igniv»-Gerichten funktionieren. Schnell bemerkt man, wie befeuert und beflügelt die Zusammenarbeit von Ettlin und GaultMillaus Gastgeberin des Jahres 2025, Ines Triebenbacher, ist: Schon beim Entkorken versinken die beiden Fachleute ins Gespräch.
Warten auf den Schaumwein. Sie unterhalten sich über die kalkhaltigen Böden, auf denen die Weine wachsen. Über die Beschaffenheit der Korkzapfen. Über die Umstellung aufs Demeter-Label, die derzeit auf dem Weingut ansteht. Und nicht zuletzt über den Schaumwein, der bald die Weinpalette von «JET» ergänzen soll. Ines Triebenbacher kann dessen Lancierung kaum erwarten. «Es kommt gut, er hat sich schön entwickelt», sagt Jonas Ettlin, «du musst halt wieder mal vorbeikommen und probieren.» Dann wirft der Winzer einen Blick in die Küche, wo Daniel Zeindlhofer die drei Gerichte fürs Wine and Dine im kleinen Kreise vorbereitet.
Befeuert und beflügelt vom Thema Wein: Ines Triebenbacher & Jonas Ettlin.
Das passt: Wildterrine mit Apfel & Laugen-Brioche. Im Glas Räuschling.
Mexiko am Zürichsee! Aus der Begegnung entstand ein reger beruflicher Austausch, aber auch eine Freundschaft. Als Daniel Zeindlhofer und Ines Triebenbacher letztes Jahr im Restaurant Mammertsberg ihre Hochzeit feierten, beauftragten sie Jonas Ettlin, im Garten einen Stand mit all seinen Weinen aufzubauen. Und der letzte Betriebsausflug des «Igniv»-Teams? Der ging selbstredend nach Uetikon zu «JET». Nancy Ettlin, die Frau von Jonas, ist Mexikanerin – sie bewirtete ein gutes Dutzend Leute mitten in den Rebbergen. «Über dem Tisch hingen bunte Fahnen, es gab selbstgemachte Tortillas, Salsas und kühlen Wein bei perfekt blauem Himmel!» Braucht man angesichts dieser engen Beziehung zwischen Winzer und Gastronomen noch zu erwähnen, dass im «Igniv» alle Weine von «JET» erhältlich sind? «An der Bar gibt es den Prestige-Pinot und den Rosé sogar glasweise!»
Fleissiger Kerl, der seine Weine sogar in Skandinavien verkauft: Jonas Ettlin.
Passt zu Sauvignon Blanc: Alpenzander mit Joghurt & Zitrone.
Das passt: Wildterrine mit Apfel & Laugen-Brioche. Im Glas Räuschling.
Mag Schaumweine – und wartet auf denjenigen von Ettlin: Ines Triebenbacher.
Chardonnay ist ein Terroir-Schwamm und spiegelt wie kein anderer Weisswein seine Herkunft im Glas wider. Es nützt nichts, grosse Terroirs zu kopieren. Witterung, Boden, Klima, die Tradition im Weingarten und die Arbeit des Winzers lassen sich im Glas nicht verleugnen. Für diesen grossen Weisswein ernten wir in mehreren Durchgängen nur die besten Reben von unserem grossen Weinberg Wäck in Uetikon am Zürichsee und vinifizieren sie in kleinen Chargen à l`ancienne direkt in Holzfässern. Jedes Jahr selektieren wir die Hefen direkte aus dem Weinberg, um so einen önologisch perfekten Wein zu schaffen. Der Apego wird ein Jahr im Barrique ausgebaut, bevor er ungefiltert abgefüllt wird. Er ist raffiniert, komplex und lädt zum Entdecken und Erkunden ein. Obwohl er ein Jahr im Holz reift, hat er keinen grossen Holzeinschlag und begeistert mit Aromen von Williams-Birne und zeigt durch die Spontanvergärung eine feine Rauchnote. Sein Abgang ist mineralisch mit einer edlen Bitternote. Trotz seiner Züricher Herkunft passt er zur französischen Küche.
Seine liebste Rotweinsorte ist Pinot Noir: Daniel Zeindlhofer.
Pinot noir ist eine feinfühlige Diva. In den Weingärten, bei der Kelterung und im Ausbau zeigt der Wein Allüren, doch kann er die Mühen mit herausragendem Spitzenwein belohnen. Unser Prestige ist ein intensiver Ausnahmepinot aus unserer Toplage am Grüt am Zürichsee mit würzig-fruchtigen Aromen. Er spiegelt das Terroir mit seinem kongenialen Verhältnis von Fruchtigkeit, Würze und Intensität wider. Dafür reduzieren wir zuerst im Weinberg, später im Keller, wenn wir im Saignée-Verfahren den Saft für unseren RÉ abziehen. Wir schenken unserem Pinot Zeit, Aufmerksamkeit und Ruhe, wo er sie braucht. Er wird 24 Monate in neuen Barriques ausgebaut, wo der Wein fertig gärt und sich die Tannine perfekt integrieren. Der Prestige von JET ist kraftvoll und zugleich filigran. Er ist intensiv, strukturiert und unterlegt seinen würzigen Charakter mit intensiven Fruchtnoten und sanften Ecken. Der Prestige wird so am liebsten von komplexen Gerichten flankiert.
War zuvor in der Tourismusbranche tätig: Jonas Ettlin.
Der Vivace von JET zeigt, welches Potenzial in einem Räuschling stecken kann. Die Trauben für diese Selektion stammen von über 60-jährigen Reben aus unserer Toplage am Grüt. Die alten Reben liefern von sich aus wenig Ertrag und offenbaren eine feinere und komplexere Ausdruckskraft als jüngere Stöcke. Wir lassen den Vivace direkt im Barrique spontanvergären. Dabei räumen wir der Naturgärung sehr viel Zeit ein, damit sich Aromen umso schöner und spannender entwickeln. Das Holz schenkt zudem eine herbe Note. Unser Vivace lädt wie ein grosser Rotwein zum Erkunden und Wiederentdecken ein. Er entwickelt sich, spielt mit seinen Aromen und zeigt sich facettenreich und komplex. Der Vivace ist mit seiner Tiefe ein kongenialer Partner als Begleiter von gehobener Gastronomie und eröffnet Aromadimensionen, die nur wenige Weissweine erreichen.
Das Terroir: Alte Reben aus der Toplage Grüt (Uetikon)
Die Basis für den Vivace von JET bildet unser wertvollstes Kapital: Über 60 Jahre alte Rebstöcke aus der renommierten Steillage Grüt in Uetikon am Zürichsee. Diese ehrwürdigen Reben liefern von Natur aus nur sehr geringe Erträge. Das Ergebnis ist eine tiefgründige Ausdruckskraft und eine mineralische Komplexität, die jüngere Anlagen kaum erreichen können.
Vinifikation – Zeit und Natur als Baumeister
Jonas Ettlin bricht beim Vivace mit konventionellen Weisswein-Mustern. Wir behandeln diesen Räuschling mit der Ehrfurcht, die man sonst nur grossen Rotweinen entgegenbringt:
Barrique-Vergärung: Der Vivace vergärt direkt im Barrique, was ihm eine feine, herbe Struktur und enorme Lagerfähigkeit verleiht.
Spontangärung: Wir lassen der Natur Zeit. Die langsame Vergärung mit wilden Hefen ermöglicht eine facettenreiche Aromaentwicklung.
Purismus: Ungefiltert und mit minimalen Eingriffen bleibt die volle Identität des Uetikoner Bodens erhalten.
Sensorik: Ein Weisswein mit der Seele eines Rotweins
Der Vivace Räuschling lädt zum Erkunden ein. Er ist kein Wein für den schnellen Moment, sondern ein Solitär, der sich im Glas ständig weiterentwickelt:
Aromatik: Spielt mit Nuancen von reifen gelben Früchten, rauchiger Mineralität und einer perfekt eingebundenen Holzwürze.
Struktur: Kraftvoll, tief und mit einer belebenden Frische (Vivace!), die den Gaumen fordert und begeistert.
Speiseempfehlung & Gastronomie
Dank seiner Dichte und Struktur ist dieser Räuschling ein kongenialer Partner für die gehobene Gastronomie. Er begleitet komplexe Fischgerichte, helles Fleisch mit cremigen Saucen oder gereiften Alpkäse auf Augenhöhe.
Unser Fumé ist die Crème de la Crème, wenn es um Sauvignon blanc geht. Er ist eine Wucht im Glas und steckt voller exotischer Aromen, was ihm auch seinen Namen als «wohlriechend» verdankt. Beim Sauvignon hat die Rebe mit jedem Erntedurchgang mehr Energie für die Aromenentwicklung zur Verfügung, weshalb wir die Trauben für den Fumé zuletzt ernten, wenn die Beeren eine enorme Aromatik entwickelt haben. Wir maischen die Trauben ein und stellen sie für 48 Stunden gekühlt beiseite, um alle Geschmacksstoffe herauszulösen, bevor wir den Saft sanft pressen. Der Sauvignon vinifiziert spontan im Edelstahltank und wird nach sechs Monaten für weitere drei bis vier Monate in gebrauchten Barriques ausgebaut. Das Ergebnis ist ein Sauvignon blanc, der Konventionen sprengt. Der Fumé von JET wird von seiner exotischen Frucht von Grapefruit, Bergamotte, Yuzu und Maracuja bis in den langen Abgang getragen. Er ist füllig und die feinen Holznoten geben ihm Struktur: er ist weder superelegant noch plump. Der Fumé spielt in einer eigenen Liga und möchte zu köstlichen Gerichten wie einer Paella valenciana genossen werden.
Terroir und Ernte: Die Suche nach dem maximalen Aroma
Der Le Fumé ist die „Crème de la Crème“ unserer Sauvignon Blanc Produktion in Uetikon. Für diesen Wein setzt Jonas Ettlin auf eine späte Ernte: Die Trauben für den Fumé werden als letzte gelesen, damit die Rebe ihre gesamte Energie in eine enorme Aromatik und Konzentration stecken kann.
Vinifikation: Wo Handwerk auf Wagemut trifft
Der Entstehungsprozess des Le Fumé sprengt die Konventionen klassischer Schweizer Weissweine:
Kaltmaischung: Die Trauben werden eingemaischt und für 48 Stunden gekühlt ruhen gelassen, um die maximalen Geschmacksstoffe aus den Beerenhäuten zu lösen.
Spontangärung: Der Most vergärt spontan im Edelstahltank, um die Reinheit der Frucht zu bewahren.
Barrique-Finish: Nach sechs Monaten im Stahltank reift der Wein für weitere drei bis vier Monate in gebrauchten Barriques. Dies verleiht ihm seine markante Struktur und Tiefe.
Sensorik: Eine exotische Entdeckungsreise
Der Le Fumé spielt in einer eigenen Liga und ist ein Sauvignon Blanc, der im Gedächtnis bleibt.
Aromaprofil: Eine Wucht im Glas mit exotischen Noten von Grapefruit, Bergamotte, Yuzu und Maracuja, die bis in den langen Abgang tragen.
Struktur: Er ist füllig und präsent, wobei die feinen Holznoten ihm Rückgrat verleihen. Er ist weder zu elegant noch plump – er hat Charakter.
Speiseempfehlung: Der ideale Partner am Tisch
Dank seiner Komplexität und Dichte ist der Le Fumé von JET ein hervorragender Speisebegleiter. Er passt ideal zu geschmacksintensiven Gerichten wie einer Paella Valenciana oder gehobenen Fischkreationen.
Wildterrine mit Räuschling. Das erste Gericht an diesem Mittag? Eine Terrine aus Entenbrust, Rehfleisch und Hühnerleber mit Apfel und Laugen-Brioche. Die Zubereitung kommt geschmacklich einer Foie gras verblüffend nahe. Der Wein dazu? Der Räuschling «Vivace» aus teilweise 70-jährigen Rebstöcken, der im Holz ausgebaut und wie alle von Ettlins Weinen spontan vergoren wurde. Bemerkenswerterweise wird es an der sonst gesprächigen Tafel für einen Moment lang still – bis sich Ines Triebenbacher zu Wort meldet: «Das ist super zusammen!» Daniel Zeindlhofer nickt. Und Jonas Ettlin findet: «Ein schönes Wechselspiel!»
Voll des gegenseitigen Lobes. Die «Igniv»-Crew und der Zürichseewinzer sind voll des gegenseitigen Lobs. Ettlin sei einer ihrer Lieblingswinzer, geben Ines Triebenbacher und Daniel Zeindlhofer einhellig zu Protokoll. Er sei ein fleissiger Kerl, sogar in Skandinavien würden seine Weine in den Top-Restaurants ausgeschenkt. Ettlin kontert da kokett: «Aber gäll, ich bin der Weinbauer, der am häufigsten hier ist!» Und fährt fort, dass es seiner Meinung nach, Fachleute wie Ines Triebenbacher ganz dringend brauche, die am Tisch seine Weine auch erklären könnten. «Ambiente und die richtigen Gläser sind auch nicht unwichtig!» Und Ettlin betont, dass das Restaurant im Zürcher Niederdorf bei jedem seiner Besuche noch besser werde: «Sogar meine neunjährige Tochter will ständig hierhin!» Die bloss 3 Hektar Rebland in Uetikon bewirtschaftet Ettlin übrigens nicht alleine: Er wird dabei unterstützt von Brian Serr, ebenfalls Önologe. «Wir haben in unserem Betrieb eigentlich mehr Knowhow als Fläche!»
Zander mit Sauvignon Blanc. Das zweite Gericht – ein Alpenzander mit Fenchel, Joghurt, Estragon und Zitrone – kombiniert die muntere Degustationsrunde erst mit einem Chardonnay. «Geht gar nicht», äussert sich Jonas Ettlin nach wenigen Augenblicken. Und so wechselt man zum Sauvignon Blanc, der deutlich überzeugender mit dem Fischgericht zu harmonieren scheint. Auch wenn Daniel Zeindlhofer zu bedenken gibt: «Für den Gast ist auch das noch ziemlich fordernd.» Er spricht wohl auf die Grapefruit- und Yuzu-Noten im sehr lebendigen, aber zugleich eleganten Wein an, die mit den zitrischen Aromen im Essen konkurrieren.
Ettlin ist Quereinsteiger. Ja, Jonas Ettlins Weine zeugen sowohl von Eleganz als auch von Lebendigkeit – oft Gegensätze, die hier aber nebeneinander Platz haben. Umso bemerkenswerter, dass der Bio-Winzer sein Handwerk als Quereinsteiger erlernt hat: Lange Jahre arbeitete er in der Tourismusbranche; in Russland leitete er unter anderem eine Heliski-Unternehmung und eine über 20000 Hektar grosse Jagd-Farm. «Erst mit 30 besuchte ich die Fachhochschule in Changins.» Danach kelterte er eine Zeitlang die Abfüllungen von «Schipf», ebenfalls am Zürichsee. Und produzierte erste eigene Weine, damals noch ohne eigene Reben.
Daniel Böniger mag Gourmetlokale & währschafte Beizen, Bio-Produzentinnen & Starwinzer. Die besten Stücke? Landen bei «Böniger tranchiert».
Hauptgang: Spare Ribs mit pikantem Kimchi, Kürbis und fermentiertem Buchweizen.
Zeindlhofer ist Pinot-Fan. Schliesslich macht sich die Runde ans dritte Gericht: gegrillte Spare Ribs mit pikantem Kimchi, Kürbis und fermentiertem, knusprigen Buchweizen. Der Pinot Noir «Prestige 2018» ist der Wein der Wahl: «Bei mir kommt, wenn es Roter sein soll, ja eh kaum eine andere Sorte ins Glas», verrät Zeindlhofer. Auch wenn alle drei interessehalber noch prüfen, ob vielleicht einer der zuvor eingeschenkten Weissweine funktioniert, werden sie sich schnell einig, dass der muntere Pinot und die rauchigen BBQ-Rippchen die schönste Kombi sind.
Wine and Dine ist nicht gleich Wine and Dine. Weniger Einigkeit, so merkt die Runde plötzlich mit schelmischem Vergnügen, herrscht bezüglich der Verkostung von Wein und Essen: Während Küchenchef Daniel Zeindlhofer jeweils erst einen Bissen isst und sich erst dann dem Wein widmet («idealerweise klingt das Essen am Gaumen noch nach»), nehmen Ines Triebenbacher und Jonas Ettlin immer beides zusammen in den Mund: «Auch wenn das Weinglas so unschöne Flecken bekommt.» Nun gut, auch die grösste Harmonie hat irgendwo ihre Grenzen.
>> Serie: Schweizer Top-Winzer und ihre Lieblingsköche. Profis am Tisch, beim Schlemmen und beim Fachsimpeln. Fortsetzung folgt.
Swiss Wine | Winzer x Starchef
Am Anfang war das Wasser. Die Szenerie wirkt familiär, man kennt sich schon seit 2019. Kurz vor der Eröffnung des «Igniv» ging Ines Triebenbacher ans Swiss Wine Tasting im Zürcher Schiffbau, um sich einen Überblick über die lokale Weinszene zu machen. «Alle Winzer wussten, dass das ‹Igniv› das nächste grosse Ding in Zürich sein würde – sie haben Ines fast gejagt», erinnert sich Jonas Ettlin. Er habe ihr erst mal ein Glas Wasser angeboten, um ihr einen Moment der Ruhe zu gönnen. «Und dann hat er mir viel über den Weinbau rund um den Zürichsee erklärt», fährt Ines mit der Story fort. «Dank ihm weiss ich, dass es an der Goldküste zu Goethes Zeiten über 2000 Hektar Rebfläche gab.»
Selten köstlich
essen & trinken
Ausgabe Januar 2025
Dank Tesdorpf, unserem geschätzten Importeur und Distributor in Deutschland, erscheint JET Vivace in der aktuellen Ausgabe von essen & trinken!
Der Vivace von JET zeigt, welches Potenzial in einem Räuschling stecken kann. Die Trauben für diese Selektion stammen von über 60-jährigen Reben aus unserer Toplage am Grüt. Die alten Reben liefern von sich aus wenig Ertrag und offenbaren eine feinere und komplexere Ausdruckskraft als jüngere Stöcke. Wir lassen den Vivace direkt im Barrique spontanvergären. Dabei räumen wir der Naturgärung sehr viel Zeit ein, damit sich Aromen umso schöner und spannender entwickeln. Das Holz schenkt zudem eine herbe Note. Unser Vivace lädt wie ein grosser Rotwein zum Erkunden und Wiederentdecken ein. Er entwickelt sich, spielt mit seinen Aromen und zeigt sich facettenreich und komplex. Der Vivace ist mit seiner Tiefe ein kongenialer Partner als Begleiter von gehobener Gastronomie und eröffnet Aromadimensionen, die nur wenige Weissweine erreichen.
Das Terroir: Alte Reben aus der Toplage Grüt (Uetikon)
Die Basis für den Vivace von JET bildet unser wertvollstes Kapital: Über 60 Jahre alte Rebstöcke aus der renommierten Steillage Grüt in Uetikon am Zürichsee. Diese ehrwürdigen Reben liefern von Natur aus nur sehr geringe Erträge. Das Ergebnis ist eine tiefgründige Ausdruckskraft und eine mineralische Komplexität, die jüngere Anlagen kaum erreichen können.
Vinifikation – Zeit und Natur als Baumeister
Jonas Ettlin bricht beim Vivace mit konventionellen Weisswein-Mustern. Wir behandeln diesen Räuschling mit der Ehrfurcht, die man sonst nur grossen Rotweinen entgegenbringt:
Barrique-Vergärung: Der Vivace vergärt direkt im Barrique, was ihm eine feine, herbe Struktur und enorme Lagerfähigkeit verleiht.
Spontangärung: Wir lassen der Natur Zeit. Die langsame Vergärung mit wilden Hefen ermöglicht eine facettenreiche Aromaentwicklung.
Purismus: Ungefiltert und mit minimalen Eingriffen bleibt die volle Identität des Uetikoner Bodens erhalten.
Sensorik: Ein Weisswein mit der Seele eines Rotweins
Der Vivace Räuschling lädt zum Erkunden ein. Er ist kein Wein für den schnellen Moment, sondern ein Solitär, der sich im Glas ständig weiterentwickelt:
Aromatik: Spielt mit Nuancen von reifen gelben Früchten, rauchiger Mineralität und einer perfekt eingebundenen Holzwürze.
Struktur: Kraftvoll, tief und mit einer belebenden Frische (Vivace!), die den Gaumen fordert und begeistert.
Speiseempfehlung & Gastronomie
Dank seiner Dichte und Struktur ist dieser Räuschling ein kongenialer Partner für die gehobene Gastronomie. Er begleitet komplexe Fischgerichte, helles Fleisch mit cremigen Saucen oder gereiften Alpkäse auf Augenhöhe.
WIESO FLASCHEN VOM ZÜRICHSEE SO EN VOGUE SIND
Dominik Vombach | 11. April 2024
Obwohl der Zürichsee eine lange Weinbautradition besitzt, führten die Weine von dort in der Stadt Zürich lange ein Schattendasein. Heute kaum vorstellbar, denn Räuschling und Co. sind in der Zürcher Gastronomie gefragt wie nie.
Wer ans rechte Zürichseeufer denkt, hat häufig eine klare Vorstellung: prächtige Villen, Reichtum und Wohlstand. Goldküste eben, wie die Sonnenseite des Zürichsees umgangssprachlich genannt wird. An die goldfarbenen Räuschlingtrauben, die an den Hängen hier gedeihen, dachte besonders im nahe gelegenen Zürich lange Zeit jedoch kaum jemand. Geschweige denn, waren die Weine von den Rebbergen vor der Stadt auf den Weinkarten der Metropole zu finden. Zeiten, die längst vorüber sind, denn Zürichsee-Weine sind heute so gefragt wie nie zuvor.
[…]
Der Räuschling erobert Paris
Auch bei Jonas Ettlin vom Weingut Wine by JET ist die Sorte Räuschling gefragt. Ettlin war erst kürzlich auf der internationalen Weinausstellung Vinexpo in Paris, wo er mit seinem Räuschling Vivace für Aufsehen sorgte. «Eine Journalistin aus Paris war so begeistert, dass sie bald über unseren Räuschling in der französischen Tageszeitung ‹Le Figaro› berichten wird», erzählt Ettlin. Die Strahlkraft des Zürichsees ist also keineswegs nur auf die Schweiz begrenzt. Letztlich ist Zürich weltbekannt, und kaum jemand ausserhalb des Landes weiss, dass hier auch Weinbau betrieben wird.
Zürichsee-Weine sind eine echte Entdeckung für Presse, Händler und Restaurants im Ausland, findet Ettlin, der heute schon eine beachtliche Menge exportiert. Und das obwohl er einer der Neuzugänge am Zürichsee ist. 2020 startete er das Projekt Wine by JET und übernahm im letzten Jahr gemeinsam mit dem Önologen Brian Serr das Weingut Schnorf in Uetikon.
Bei seinen Weinen geht Ettlin durchaus neue Wege, die Rebberge sind seit letztem Jahr Bio-zertifiziert, im Keller übt er sich in Zurückhaltung, was bedeutet, dass er auf den Einsatz von Behandlungsmitteln verzichtet und nur minimal schwefelt. Dies äussert sich auch in gewagteren Tropfen wie einem Orange Wine aus der Rebsorte Müller-Thurgau. Einem Weisswein also, der wie ein Rotwein auf der Maische vergoren wurde, was der Sorte, die am Zürichsee etwas stagniert, eine neue geschmackliche Dimension verleiht.
Traditional wine flavours made by nature.
by Petra Sittig | 27th March 2024
"In the young boutique winery on Lake Zurich, Jonas Ettlin focus on the love for each vine and nurture and care for it. The BioSuisse certification in 2023 is just the beginning of their commitment to the sustainability of their business!
After hand-picking the grapes, they are brought to the nearby wine cellar for processing, as naturally as possible, into wine. As a result, the wines also exhibit a unique naturalness and impress with their distinctive taste character. This approach requires a lot of expertise, which the trained oenologist, Jonas alias JET. brings to the table.
Source: https://petrasittigphotography.com/petra-sittig-the-artists-voice/jonas-ettlin-wine-by-jet
Belgien & Holland trinken JET
Vinetiq
JET | 30. März 2024
Vinetic Spring Tastings in Belgien
Mitte März nahm ich am Vinetiq Spring Tastings Wochenende in Belgien teil, das über 300 Sommeliers versammelte. Der Start ins Wochenende war beeindruckend, mit einem gemeinsamen Winemaker's Dinner mit Sterne-Koch Nick Van Den Broeck.
Am Samstag folgte ein bemerkenswerter Auftritt mit dem talentierten kanadischen Winzer Norman Hardie in der Ona Winebar in Gent.
Für Sonntag und Montag hatten sich über 300 Sommeliers aus Belgien und Holland angemeldet, um an den Vinetiq Spring Tastings teilzunehmen. Wir bildeten eine Gruppe von 17 Weinproduzenten aus verschiedenen Weinregionen wie Piemont, Kanada, der Champagne und dem Burgenland. Mein Stand war rege besucht, denn das Interesse an den Weinen vom Zürichsee war enorm, und so blieb kaum Zeit für eine Verschnaufpause.
Am Montagabend sorgte die Nachricht beim Vinetiq-Team für Aufregung, als es bekannt wurde, dass wir am nächsten Morgen einen exklusiven Termin beim Chef-Sommelier des renommierten Zilte in Antwerpen hatten. Das Zilte ist eines der zwei Michelin 3-Sterne-Restaurants in Belgien und versprach ein einzigartiges Erlebnis für uns alle.
Zilte - ein Drei Sterne: eine einzigartige Küche Restaurant im 2025 Guide MICHELIN Belgien.
Das ikonische Zilte befindet sich im obersten Stock.
Am Montag um 8:59 Uhr steckte ich noch immer im Verkehrsstau irgendwo in Antwerpen fest. Ein Chef-Sommelier von Aaron Moeraerts Format sollte eigentlich nicht warten müssen, doch ich war ein paar Minuten zu spät. So begann die Verkostung der JET-Weine nach einer eher distanzierten Begrüssung recht verhalten. Aaron zeigte ein Pokergesicht, das mich nervös werden liess - besonders als auch nach dem dritten und vierten Wein noch kein Feedback kam. Doch plötzlich, ab dem fünften Wein, wurde er zugänglich und startete ein sehr persönliches Gespräch über Wein und die Welt. Er forderte mich sogar auf, mit ihm die Weine von Norman Hardie zu verkosten, die wir ebenfalls dabei hatten. Nach knapp einer Stunde sagte er beinahe beiläufig: "Lasst uns Vivace, Le Fumé, Ardesia und Prestige auf die Weinkarte setzen." Das war die Krönung: von null auf vier Positionen auf der Zilte-Weinkarte! Aus dem No-Name-Wein JET wurde an diesem Montagmorgen in Belgien plötzlich "JET, der Wein, der im Zilte ausgeschenkt wird..."
Jonas Ettlin – Unternehmer & Önologe
LifeStyle - Staffel 2024 - Folge 10
von Patricia Boser | 8. März 2024
JET im Fernsehen: Patricia Boser von TeleZüri besucht JET in Uetikon am See. Ein wunderschönes Portrait von Jonas Ettlin.Die JET Weine von Önologe Jonas Ettlin sind nicht nur einfach Weine, sondern regelrechte Höhenflüge im Glas. Der talentierte Winzer und Önologe Jonas Ettlin zaubert mit einer Prise Leidenschaft und einer grossen Portion Fachkenntnis Spitzenweine herbei und dies direkt am Zürichsee. Begleiten Sie Patrica Boser auf einer Reise durch Jonas' faszinierende Vergangenheit, während sie gemeinsam tief in die Geschichten hinter den edlen Tropfen eintauchen.
Sendung auf TeleZüri.ch ansehen
Jonas Ettlin – Unternehmer & Önologe
LifeStyle - Staffel 2024 - Folge 10
Sophie Eggenberger | 8. März 2024
jetzt essen, trinken und geniessen
Wir testen für euch Neuheiten aus der Gourmetwelt: Welches Restaurant hat uns begeistert, welcher Wein schmeckt uns gerade, wo lunchen wir im Sommer? Dieses Mal verrät Head of Events Sophie Eggenberger ihre Favorite
Züri-Wii
Mir gefallen schlichte oder super ausgefallene Weinetiketten. Jonas Ettlin produziert mit Weintrauben am Zürichsee wunderbare biologische Weine. Besonders empfehlen kann ich den "Federweiss" oder "Orange Riesling-Sylvaner" (je 22 Fr.). Im hübschen Weingut hat es übrigens auch ein Häuschen, welches man für Dinner-Partys oder spezielle Events mieten kann.
Hinter der Idee aus Kalifornien zum hippen Orange Wine steht die Renaissance von Weinen, wie sie seit der Antike in Armenien und Georgien gemacht werden. Weisswein wird auf der Maische vergoren, was zu der namensgebenden Farbe führt und den Wein um Gerbstoffe aus den Schalen bereichert. Wir haben uns diesem klassischen Wein mit önologischer Präzision angenommen und bauen ihn nach der Maischegärung in wiederaufbereiteten Barriques ohne Toasting aus. Der Orange Wine von JET ist leicht, gut strukturiert und füllt den Gaumen mit seinem erstaunlichen Körper. Mit seinen krispen Tanninen, der feinen Eichennote und fruchtigen Aromen von Aprikose und Ananas erinnert er nur entfernt an klassische Riesling-Sylvaner. Er passt zum Apéro, zu Gemüsegerichten odereinfach nur so.